Alles über Zecken

__Was sind Zecken?__ <div id="1_iy1u9g2c" style="height:30vw;"></div> Zecken gehören nicht zu den Insekten, wie es manchmal fälschlicherweise behauptet wird, sondern zu den so genannten Spinnentieren. Wir unterscheiden dabei zwei große Familien, die Lederzecken, welche vor allem in den Tropen verbreitet sind, und die Schildzecken. Letztere haben ihren Namen aufgrund der typischen, schildartigen Verhärtung auf dem Rücken erhalten. Zu den Schildzecken gehört auch die in Mitteleuropa am meisten verbreitete Art Ixodes ricinus, besser bekannt als Holzbock. __Abbildung Holzbock__ (*Ixodes ricinus*) <img alt="Abb Holzbock" src="//images.ctfassets.net/jarx6iobt2mc/3ggaKFudpuW4UgA8MWugeq/420bf32098fcf924cf70fca19fa68244/Abb_Holzbock.jpg"/> __Rechts sehen Sie ein hungriges Holzbockweibchen. Deutlich erkennbar ist der dunkelbraune Schild, welcher knapp die Hälfte des Zeckenrückens bedeckt. Bei den Männchen bedeckt der Schild den ganzen Rücken.__ __Die Zeckensaison gilt nicht für alle__ Zecken sind in der Regel nicht das ganze Jahr über gleich aktiv. Die Gefahr, von Zecken befallen zu werden, ist im Winter eher gering, im Frühling und im Herbst hingegen viel größer. Am wohlsten fühlen sie sich bei Temperaturen um 17°C - 20°C. Aus diesem Grund wird man Zecken auch kaum in höheren Lagen (über ca. 1000 m ü.M.) finden. Neben dem Holzbock haben sich in Mitteleuropa in den letzten Jahren vermehrt auch andere Zeckenarten etabliert. Dazu gehören die Auwaldzecke *(Dermacentor reticulatus)* und die aus dem Mittelmeerraum stammende braune Hundezecke (*Rhipicephalus sanguineus*). Letztere hat die unangenehme Eigenschaft, dass sie sich nicht im Wald oder dichtem Gestrüpp aufhält, sondern sich zumeist in Wohnungen und Häusern vermehrt und dort den Winter übersteht. Die meisten Zeckenarten in Mitteleuropa bevorzugen jedoch Waldregionen mit dichtem Unterholz als Lebensraum. Auch Parkanlagen sind oft von Zecken bevölkert und sogar der heimische Garten kann durchaus als Zeckenbiotop dienen. __Abbildung Auwaldzecke__ *(Dermacentor reticulatus)* <img alt="Abb Auwaldzecke" src="//images.ctfassets.net/jarx6iobt2mc/5N7R3J4Cre4kak0osYA08Q/9749956ff89648e247246aff64f63830/Abb_Auwaldzecke.jpg"/> __Die Auwaldzecke (*Dermacentor reticulatus*) kommt in Mitteleuropa immer häufiger vor.__ __Zecken klettern nicht auf Bäume__ Entgegen einer weit verbreiteten Meinung klettern Zecken nicht auf Bäume, um sich dann auf ihre Opfer zu «stürzen». Sie begnügen sich mit kleineren Pflanzen und befinden sich nicht höher als einen Meter über dem Boden. Bei hoher Luftfeuchtigkeit fühlen sich Zecken besonders wohl. Dann klettern sie an den Pflanzen hoch und gehen in Wartestellung. Ein sich näherndes Opfer wird aufgrund seiner Duftstoffe und seiner Wärme registriert, und wenn es an der Zecke vorbeistreift, dann greift diese zu und klammert sich fest. In der Regel wandert die Zecke noch einige Zeit auf ihrem Opfer umher, bevor sie eine geeignete Stelle zum Blutsaugen gefunden hat und zusticht. Bevorzugte Stellen beim Hund sind vor allem Schenkel- und Ellbogenfalte, Ohrränder, Schnauze sowie zwischen den Zehen.