Alles über Flöhe

__Flöhe vermehren sich im Haus__ Die Flohbekämpfung ist ein wichtiger Teil der Heimtierhaltung. Sie, Ihre Familie und Ihre Haustiere können von diesen kleinen, blutsaugenden Schädlingen betroffen sein. Tatsächlich verursachen Flöhe nicht nur Juckreiz bei Ihrem Haustier, sondern sie spielen auch eine Rolle bei der Übertragung von verschiedenen krankheitserregenden Organismen und anderen Parasiten bei Hund und Mensch. Gelegentlich bringen Hunde und Katzen einzelne Flöhe von draußen mit nach Hause. Ein massiver Befall entsteht aber meistens erst im Wohnbereich. Menschen und Haustiere haben es gerne behaglich. Teppichböden, Sofas und Zentralheizung sorgen für Gemütlichkeit und Wärme, ein kleines Paradies für Flöhe. Sie vermehren sich unbemerkt und verbreiten sich mit dem Tier im ganzen Haus. __Was sind Flöhe?__ Flöhe sind rötlich-braune Insekten, die man mit bloßem Auge sehen kann. Dennoch sind sie so klein, dass man etwa acht erwachsene Flöhe hintereinander auf 2,5 cm aufreihen könnte. Da Flöhe so klein sind, ist es möglicherweise schwierig, sie zu erkennen, ganz zu schweigen davon, sie aus dem Haus zu entfernen. Flöhe haben keine Flügel, aber sie besitzen eine unglaubliche Sprungkraft. Dadurch können sie leicht „aus dem Hinterhalt“ vom Boden aus auf ein Haustier springen. Flöhe ernähren sich von Blut, und weibliche Flöhe nehmen täglich etwa das 15-fache ihres Körpergewichtes an Blut auf.<sup>4</sup> Der Floh scheidet unvollständig verdautes Blut aus, das zu Flohkot trocknet. Dieser dient den Flohlarven als Nahrung und stellt eine Möglichkeit dar, den Flohbefall zu erkennen. Durch Auskämmen des Fells mit einem feinen Kamm, wird dieser Flohkot als schwarzer, feiner Dreck sichtbar. Auf einer mit Wasser angefeuchteten Unterlage zerläuft dieser Flohkot und man sieht eine rötliche Färbung. In unseren gemäßigten Klimazonen und aufgrund unserer geheizten Häuser treten Flöhe nicht nur saisonal auf, sondern stellen ein ganzjähriges Risiko dar. __Flohbefall – muss ich mir Sorgen machen?__ <ul style="margin:-22px 0 0 25px;"> <li>Flöhe führen nicht nur zu Unbehagen bei Ihrem Tier, sondern sie können je nach Alter und der allgemeinen körperlichen Verfassung eine ernsthafte Bedrohung für dessen Gesundheit darstellen.</li> <li>Flöhe können bei Hunden und Katzen ein starkes Unbehagen auslösen und zu Kratzen, Beißen und Unruhe führen.</li> <li>Flöhe sind der Auslöser für allergische Flohdermatitis (AFD), einem der häufigsten dermatologischen Probleme in der Tiermedizin<sup>8</sup>.</li> <li>Schwerer Flohbefall kann zu Blutarmut führen, v.a. bei Welpen oder geschwächten Hunden und Katzen.</li> <li>Abgeschluckte Flöhe können auch Bandwurminfektionen übertragen – sowohl auf Tiere als auch auf Menschen.</li> <li>Flohbisse können zu allergischen Reaktionen beim Menschen führen, gewöhnlich in Form von kleinen, erhabenen, roten bis violetten Läsionen.</li> <li>Auslöser einer Gruppe von Infektionskrankheiten, die üblicherweise mit andauernd hohem Fieber (Typhusfieber), Kopfschmerzen, Delirium und manchmal rotem Ausschlag einhergehen, werden von Flöhen übertragen.</li> <li>Nagetierflöhe können auch auf Hunde und Katzen überspringen. Sie können in manchen Gegenden die Überträger des Erregers der Beulenpest sein. Diese Flöhe können ihren Wirt verlassen und Menschen beißen.</li> <li>Flöhe können eine Erkrankung durch das Bakterium Bartonella henselae übertragen. Diese häufig als „Katzen-Kratz-Krankheit“ bezeichnete Infektion kann durch Katzenbisse oder -kratzer auf den Menschen übergehen und zu Grippe-ähnlichen Symptomen führen.</li> </ul>

<span><a href="/literatur-zu-flohen" style="font-size: 2rem;">Literatur zu Flöhen</a></span>